Session 2010/2011

„Dölau 31 – der CCD lockt, bis die Jungfrau rockt!"

Diese Session begann mit einem Frühstart. Schon ein Wochenende vor dem 11.11. waren wir in Könnern anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des KCK. Am Sonntag zogen wir bei lausigem Wetter durch die Stadt. Der Winter schickte mit Wind und Schnee seine Vorboten.

Am 11. November erfolgte dann der offizielle Start in die Session 2010 / 2011 auf dem Marktplatz zu Halle. Viele Zuschauer fanden den Weg dorthin. Leider werden es von Jahr zu Jahr weniger Karnevalisten, die zur Machtergreifung mit Schlüsselentzug das hallesche Rathaus belagern. Wünschenswert wäre, auch im Interesse des halleschen Publikums, eine Straffung des Bühnenprogramms unter Begrenzung der Monologe der Moderatoren.

Den Auftakt zum Dölauer Carneval bildete die nachgeholte Jubiläumsveranstaltung im Festzelt auf dem Dölauer Sportplatz. 21 Vereine fanden den Weg dorthin. Jubel, Trubel, Heiterkeit begleitete alle Anwesenden durch eine durchweg gelungene Show, wenn auch der Zeitplan traditionsgemäß ein wenig aus den Fugen geriet und den Auftritt der „Lockeren Stadtmusikanten“ ein wenig nach hinten verschob. Das spontane Ende der Veranstaltung kam nicht durch offene Posten bei der EVH zustande, sondern vielmehr durch den „unplugged“ Zustand der örtlichen Stromversorgung.

Zum Karneval für Karnevalisten in Teutschenthal sahen sich am darauffolgenden Wochenende alle bei der Festveranstaltung anwesenden Vereine zu einem weiteren fröhlichen Beisammensein wieder.

Pünktlich mit Beginn des neuen Jahres läuft die Vorbereitung des neuen Programms auf Hochtouren. In allen Gruppen wird geübt, getanzt, gesungen. Kostüme entwickelt, Ideen werden geboren und wieder verworfen.

Aber zur ersten Veranstaltung steht das Programm.

Zu Programmpunkt 1 – 7 muss nicht mehr gesagt werden. Ein traditioneller Beginn wie die dreißig Jahre vorher.

Mit Vivien I. und Alex I. als Prinzenpaar der diesjährigen Session wurde neues Blut in die Reihen der Dölauer Lieblichkeiten und Tollitäten gebracht.

Der Funkentanz der mittleren Garde eröffnete den karnevalistischen Reigen. Die Tänzerinnen zeigten, dass Potential in ihnen steckt.

Mit einem äußerst lustigen Rittersketsch, im Monolog vorgetragen von unserem Hofnarren Andreas mit Unterstützung der Statisten Schwarzer Ritter und Lancelot, stieg das Männerballett in das Programm ein. Nun weiß die Allgemeinheit, wie die Insel „Lanzarote“ zu ihrem Namen gekommen ist.

Unsere Kleinsten bewiesen im Showtanz der Knirpse, dass sie den älteren Gardemitgliedern in nichts nachstanden und dass aus ihnen mal etwas Großes werden wird.

Der “Pooost-Man”  nahm sich in der Bütt der kommunalen Probleme, Schneechaos in Halle, Stadtrat, Hafen, und der bundesdeutschen Probleme, Benzinpreise, Gesundheitsreform, Afghanistan an und zeigte, dass dem kleinen Mann die Taschen geleert werden „…das macht doch nischt, dass merkt doch keiner!”

"It’s raining men" hieß es im Funkenmariechentanz von Elisabeth und Friderike. Der heiße Rhythmus spornte die Tanzmariechen zu Höchstleistungen an, was von den Anwesenden mit viel Applaus bedacht wurde.

Die Harnack-Hof-Sänger brillierten wie immer im Programm mit der Wahl der Worte und Töne. Wie es sich gehört für eine neue Session gab es auch einen neuen Hit - die Geschichte des „Griechischen Weins“ einmal anders erzählt. Das Publikum tobte…

Im Showtanz der großen Garde wurde bewiesen, dass man(n) bzw. Frau sich auch im zugegebenermaßen engen Saal im Cafe am Heiderand bewegen kann.
Es müssen nicht immer Schreittänze sein. Power und Action des Tanzes heizten das Publikum an.

Zur Playbackshow gaben sich in dieser Session in Dölau Katy Perry, Whigfield, Ella Endlich, The Gossip, Shakira und, last the but least, DJ Ötzi die Ehre.

Der Showtanz mittleren Garde war als Regentanz konzipiert. Aber irgendwie scheint da etwas nicht geklappt zu haben. Immer am Tag nach den Veranstaltungen hatten wir wunderschönes Wetter…

Im Reigen „Märchen der Gebrüder Grimm“ wurde in dieser Session "Tischlein-deck-dich" als Folge 4 für die Zuschauer bereitgehalten und dabei unter anderem „…scheeeene Jeejenstände jedrechselt…“, die insbesondere zum Rosenmontag für viel Stimmung sorgten.

Der Funkentanz der großen Garde bestach durch Anmut und Ausdruck der Tänzerinnen, Beweglichkeit und Choreographie des Tanzes.

Die zweite Bütt des Abends beschäftigte sich mit den Themen Rentner und Frauen.

Etwas Besonderes hatte sich die Gruppe der Steinernen Jungfrauen zu ihrem Auftritt einfallen lassen. In schrillen Kostümen und Styling wurde ein Showtanz nach der Musik von Queen perfekt dargeboten. Mädels, Ihr gehört lange noch nicht zum alten Eisen…

Die Arztpraxis Dr. Obermich Fickenwirt, Facharzt für Psychiatrie und Ornithologie, Sprechzeiten nach Wetterlage, stand danach als Sketsch des Männerballetts im Mittelpunkt. Mehrere Patienten begaben sich zur Behandlung in die Praxis und wurden zur vollsten Zufriedenheit versorgt.

Der Showtanz des E-Teams in „Seemannskleidung“ bildete den stimmungsvollen Abschluss des Programms. Die Tänzer überzeugten mit perfekten Figuren und tänzerischem Können.

Im Grande Finale vereinten sich alle Mitwirkenden zum Gesang des Dölauer Liedes auf der Bühne.

Wegen der großen Kartennachfrage führte der CCD erfolgreich eine Zusatzveranstaltung am Freitag nach Weiberfastnacht durch.

Und wie versprochen, aufeschoben ist nicht aufgehoben, wurde der Umzug zum 30-jährigen Jubiläum am Sonntag vor Rosenmontag bei strahlendem Sonnenschein nachgeholt. Tausende Dölauer säumten die Straßen.

Wie immer beendete der CCD seine Session mit der Rosenmontagsveranstaltung, die bekanntlich immer etwas außergewöhnlich abläuft.

Abordnungen aus unserem Verein besuchten in dieser Session Feierlichkeiten in Lettin, Höhnstedt und Zappendorf. Überall steppte der Bär und es ging rund um den eckigen Tisch. Jux und Dollerei waren auf allen Sälen angesagt.

 

Insgesamt kann man sagen, dass diese Session für den gesamten Verein sehr erfolgreich war. Das Feedback zu den Veranstaltungen war durchweg positiv wie als Auszug das folgende Zitat eines Besuchers zeigt:

„vom Programm und der gesamten Veranstaltung am vergangenen Sonnabend waren wir total begeistert. Es wurde nicht nur sehr viel Abwechslung und Kultur auf hohem Niveau geboten, sondern speziell das auch sehr ideenreich kostümierte und disziplinierte Publikum und natürlich dann der Höhepunkt mit der Travestieshow sorgten für einen glanzvollen Abend. Da zu vermuten ist, wie viel Zeit und Ideen darin stecken, allen Beteiligten Anerkennung!“

Auch zu den Umzügen gaben die Mitglieder ein perfektes Bild ab. Stimmung, Zusammenhalt und Freude sowie insgesamt ein abwechslungsreiches und niveauvolles Programm begeisterten die Zuschauer und brachten natürlich auch uns jede Menge Spaß und Freude.

Der CCD ist auf einem guten Weg und wird alles dran setzen, um dieses Niveau aufrecht zu erhalten.