Session 2008/2009

Auch in diesem Jahr läutete ein Sommerfest die neue Session ein. Dank des großen Engagements einiger Vereinsmitglieder, unseres diesjährigen Prinzenpaares Becky und Lars sowie der Eltern unserer Knirpse, feierten wir auf dem Gemeindegrundstück der Kirche Sankt Nicolai et Antonii zu Dölau bis tief in die Nacht. Wir danken nicht Gott, aber einem seiner Angestellten, dem Pfarrer Martin Eichner für seine Unterstützung und nicht zuletzt für seine Geduld.

Am 11.11., um 11:11 Uhr wurde die 5. Jahreszeit auf dem Marktplatz zu Halle höchstpersönlich durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Halle/Saale Frau Dagmar Szabados in Anwesenheit aller Beigeordneten eröffnet. Das Wetter hatte in diesem Jahr ein Einsehen. Bei frühlingshaften Temperaturen wurde die neue Session eingeläutet. Da die Eröffnung der Kampagne auf einen Dienstag fiel, waren viele Aktive verhindert, was aber der Stimmung und dem Programm keinen Abbruch tat

Unter dem Motto "Trotzt den Finanzen, lasst uns tanzen" startete der CCD am 15. November 2008 in die 29. Session. Ihre Lieblichkeit Becky die I.  führte gemeinsam mit seiner Tollität Lars dem I. – unserem Kullerprinz – das  närrische Zepter.
Seit langer Zeit durfte der CCD auch wieder ein Kinderprinzenpaar sein Eigen nennen. Prinzessin Alina die I. und Prinz Jonas der I. traten hierbei stolz die würdige Nachfolge ihrer Eltern, dem Dölauer Dauerprinzenpaar Ina und Olaf an. Unsere Freunde der freiwilligen Feuerwehr Dölau unterstützten den Verein (zur leider nur mäßig besuchten Eröffnungsveranstaltung) lautstark und tatkräftig.

Die zahlreichen Jubiläen  befreundeter Vereine sorgten dafür, dass die Zeit bis zur nächsten eigenen Veranstaltung nicht lang werden sollte. So waren die Dölauer bei "Rot-Weiß" Halle, in Lochau, Brachwitz, Lieskau, Höhnstedt, Zappendorf und Wettin sowohl bei Festveranstaltungen als auch bei Festumzügen gern gesehene Gäste. Bei diesen Gelegenheiten machte unser Krachmobil seinem Namen alle Ehre. Hieran hat unserer Haus- und Hofkapellmeister Enrico einen erheblichen Anteil.

Lieskau hatte aus Anlass des 55-jährigen Jubiläums in die „Deutsche Friedenseiche“ geladen. Unter zahlreichen anderen Vereinen stellte unser Verein zweifellos die größte Vertretung. Böse Zungen behaupten, man habe am 29.11.2008 mehr Dölauer Narren als Lieskauer in Lieskau gesichtet. Die Festsitzung in Lieskau gestaltete sich als ein würdiger Auftakt in die neue Session. Es gab keine Kritikpunkte. Außer dem des ausgeschenkten Bieres… Wie sangen schon die Dölauer Harnack-Hofsänger in Ihrem Programm: Köthener Bier, kein Euro dafür… Aber was soll der Karnevalist machen, wenn er Durst hat…?

Am Samstag eröffnete der CCD - Carnevalsclub „Blau-Silber“ Dölau e. V. die Session auf der Heimkampfbahn im Waldhotel zu Dölau. Unter dem Motto: „Trotzt den Finanzen, lasst uns tanzen“ jubelten zehntausende Zuschauer in den Räumlichkeiten des ehemaligen Cafè Hartmann dem Verein zu. Die Büttenrede orientierte sich am diesjährigen Motto und wurde vom Finanzminister – unserem Torsten – vorgetragen „…denn nur das Geld regiert die Welt!“.

Das zweite Wochenende der Session begann am Freitag, dem 21. November mit einer Festveranstaltung zum Jubiläum in Brachwitz. In einem kurzweiligen Programm zeigten die Brachwitzer, was in Ihnen steckt. Eine Abordnung des Vereins schenkte ihnen die vollste Aufmerksamkeit, währenddessen woanders am neuen Programm geprobt wurde.

Am Tag darauf fand der Sessionshöhepunkt – nach Rosenmontag – statt. Der 17. Karneval für Karnevalisten, diesmal wieder in Teutschenthal. Beesenstedt und Schochwitz glänzten mit hervorragenden Darbietungen. An dieser Stelle ein persönlicher Gruß des Chronisten an die weibliche Garde aus Schochwitz: “Mädels, macht weiter so!“

Der Abend verkam zu einer mäßigen Tanzveranstaltung. Eine Büttenrede, ein Sketsch, eine Tanzparodie und eine Gesangseinlage waren die Ausnahmen. Die Qualität des Programms war allenfalls durchschnittlich. Vielleicht liegt es ja daran, dass immer weniger Karnevalisten den Weg zu dieser Veranstaltung finden.

Im Anschluss an das Programm waren wir uns mit unseren Freunden aus Lieskau, Schochwitz, Höhnstedt und den Eisenbahnern einig, hier muss etwas geschehen, um diesen Höhepunkt des Karnevals zu retten und die Qualität der Veranstaltung zu steigern.

Den Abschluss des diesjährigen Karnevals bildete am Wochenende darauf der Festumzug zum 55-jährigen Bestehen des Lieskauer Karnevalsvereins. Mit viel Tamtam und Radau ging es am Heiderand entlang, wobei es gelang, die sich eben in den Winterschlaf begebenen Igel, aus deren Verstecken zu vertreiben. Gerüchten zufolge trieben sich einige Karnevalisten aus unserem Verein bis zum frühen Morgen in Lieskau auf der am Abend stattfindenden Festveranstaltung herum. Manch einer kann halt nie genug bekommen…

Nach dem Winterschlaf erwachte das karnevalistische Leben im neuen Jahr mit einer Festveranstaltung im Rudererhaus am 17. Januar in Halle-Böllberg bei Rot-Weiß Halle. Eine Abordnung des Vereins war gutgelaunt vor Ort.

Langsam verdichten sich in Hinblick auf den Sessionshöhepunkt, den Rosenmontag, die Termine. Am 24. Januar war unser Verein in Höhnstedt zu Gast. Zur Verleihung der närrischen Reblaus waren VIP’s aus Politik und Wirtschaft zur „Hohen Stätte“ gleich hinter Egypten  angereist. Damit war das Wochenende im Weindorf Höhnstedt aber noch nicht zu Ende. Anlässlich des 55-jährigen Jubiläums des HCC fand einen Tag später ein großer Festumzug durch die Gemeinde statt.

Zum Jubiläum des Zappendorfer Karneval Clubs wurde am 31. Januar in die „Linde“ nach Müllerdorf geladen. Ein durchaus gelungener fröhlicher Abend mit Freunden und Freundinnen aus anderen Vereinen war das Ergebnis. Es wurde geschwoft, was das Zeug hält. Manch anwesender Herr erzählte am nächsten Morgen das Märchen von den zertanzten Schuhen…

Aber damit nicht genug, auch hier stand am Sonntag noch ein Umzug auf dem Programm. Pünktlich 14 Uhr setzte sich der Zug bei lausigem Winterwetter von Köllme über Zappendorf nach Müllerdorf in Bewegung. Warme Getränke, außer Tee, waren sehr gewünscht.

Das karnevalistische Treiben auf unserer Heimkampfbahn in Dölau begann am 7. Februar. Die anwesenden Gäste konnten sich davon überzeugen, dass ein duftes Programm auf die Beine gestellt wurde.

Am 14. Februar lief das Programm mit kleinen Änderungen im „Krug zum grünen Kranze“. Mit der Besucherzahl dürfen wir nicht zufrieden sein, was aber unserer Spielfreude bei Sketsch, Tanz und viel Humor keinen Abbruch tat. Im nächsten Jahr auf ein Neues.

Wie schon zur guten alten Tradition geworden, wurden am darauf folgenden Tag unsere Freunde in Zscherben zum Rentnerfasching besucht. Und wie jedes Jahr war es schön. Leider waren nicht alle zum großen Hausschlachteessen anwesend.

Ab dem 19. Februar begann nun der richtige Stress. Die drei tollen Tage standen vor der Tür oder bei uns vielmehr sechs. Begonnen wurde am Donnerstag mit der Weiberfastnacht im „Krug zum grünen Kranze“, gefolgt am Freitag zu einer Gastveranstaltung in Schochwitz. Am Samstag hatten sich so viele Närrinnen und Narren in das Waldhotel verlaufen, wie schon lang nicht mehr. Der Zuspruch war groß wie zu guten alten Ochsenzeiten. Zum schlafen blieb in dieser Nacht nicht viel Zeit, denn es ging am Sonntag zur Rentnerveranstaltung nach Zappendorf. Dort wurde gefeiert, was das Zeug hält, man musste sich ja auf den Höhepunkt des Karnevals – den Rosenmontag – vorbereiten. Leider meinte es Petrus nicht so gut mit uns. Das erste Mal seit der Wiederaufnahme des Rosenmontagszuges 1991 nieselte es und war den ganzen Tag grau. Da hilft nur eins – feiern bis der Arzt kommt, mit – Selters.

Am Fastnachtsdienstag wurde von den Harten der Harten bei einem letzten Bierchen schon mal das Resümee der eben erst gelaufenen Session gezogen, bevor es in die Fastenzeit ging.

Unser Programm sah wie folgt aus:

Traditionsgemäß änderte sich an den Programmpunkten 1 – 7 seit 29 Jahren nichts.

Den Anfang im Programm machten die Knirpse die nach „Stars and Stripes“ einen Funkentanz auf’s Parkett legten.

Daraufhin kam „Der ausgebildete Kranke“ in die Bütt geeilt um über die Vorteile der Gesundheitsreform unter Ulla Schmidt zu berichten.

Ein Showtanz der mittleren Garde brachte die Anwesenden wieder auf freundlichere Gedanken.

Im anschließenden Mülltonnensketsch verausgabte sich das Prinzenpaar der vorigen Session Ina und Olaf sowie das Prinzenpaar der diesjährigen Session Becky und Lars.

Danach kamen die Knirpse zum Cowboy-Tanz auf die Bühne und ernteten viel Applaus.

Die Dölauer Harnack-Hofsänger lösten im Anschluss wieder Lachsalven der Gäste ob ihrer Wortwahl in ihren Beiträgen aus.

Schulmädchenreport Teil 315 von Oswald Kolle stand bei der großen Garde nun im Programm. Es war ein sehr anregender Showtanz.

Und wer hätte das Gedacht, eine echte Prinzessin wurde auch im Programm gesucht, aber leider war Zsa Zsa Gabor nicht anwesend, so dass zu jeder Veranstaltung das Märchen von den drei Haselnüssen für Aschenbrödel wieder aufgeführt wurde.

Der Funkenmariechentanz von Lisa und Elisabeth wurde mit viel Beifall belohnt.

Anschließend ging es mit Siegfreud und Rolf nach Las Dölas zur Zaubershow. Es wurden Schafe gezaubert, Gegenstände verzaubert, nur echte Tiger waren keine in der Manege. Dafür wurden Tränen gelacht.

Der Postmann brachte im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkel und referierte gekonnt über den Zustand der Straßenbeleuchtung in Dölau.

Die Playbackshow „2009“ rundete das Programm der Veranstaltung ab.

Der Funkentanz der mittleren Garde war der Auftakt zur großen Fahnensammelaktion, die einiges einbrachte. Dafür dankt der Verein allen Spendern. Die alte Fahne soll nach langem Dienst durch eine neue ersetzt werden.

Das E-Team beendete mit dem Showtanz Marylin zum Vergnügen der weiblichen Zuschauer das Programm.

Zum Grande Finale marschierten alle Mitwirkenden nochmals im Saal auf und sangen gemeinsam das Dölauer Lied – alles in allem wieder einmal eine sehr erfolgreiche Session für den CCD.